Saisonabschluss im Hafen: 46 Boote ins Winterlager gekrant
Am vergangenen Mittwoch, den 21. Oktober, läutete unser Verein das offizielle Ende der Wassersportsaison ein. Den Auftakt machten die logistischen Vorbereitungen: Per Gabelstapler wurden die schweren Lagerböcke aus dem Lager auf den Hafenparkplatz transportiert, wo die Boote den Winter über stehen. Am Donnerstag und Freitag bauten die Eigner ihre Gestelle eigenhändig auf. Insgesamt 45 Yachten und Boote fanden in diesem Jahr ihren Platz auf dem sonst als PKW-Parkplatz genutzten Areal.
Frühstart bei Schietwetter und voller Körpereinsatz
Der Krantermin am Samstag, den 24. Oktober, verlangte allen Beteiligten Durchhaltevermögen ab. Bereits um 06:30 Uhr – noch im Schutz der Dunkelheit – traf der Mobilkran von Wille am Hafen ein und begann sofort mit dem Aufbau. Das Wetter zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite: Kontinuierlicher Nieselregen und frischer Wind begleiteten die Arbeiten den gesamten Tag über. Trotz der widrigen Bedingungen zeigten die anwesenden Mitglieder großartigen Einsatz und packten überall dort mit an, wo eine helfende Hand gebraucht wurde.

Taktische Herausforderungen beim Auskranen
Der Ablauf forderte vollen Einsatz und besondere Umsicht. Aufgrund der schlauchigen Form des Parkplatzes musste der Schwerlastkran im Laufe des Tages plangemäß einmal umpositioniert werden. Trotz des durchgehenden Regens und des kalten Winds arbeiteten alle Hand in Hand: Mit hoher Konzentration, professioneller Abstimmung und großem Engagement steuerten die Helferinnen und Helfer jedes einzelne Boot sicher an seinen Platz. Um 18:00 Uhr stand schließlich die letzte Yacht wohlbehalten auf ihrem Bock

Schrubben, Abdecken und wohlverdienter Feierabend
Direkt nach dem Auskranen machten sich die Eigner an die Reinigung: Die Unterwasserschiffe wurden gründlich von Biofilm, Muscheln und Pocken befreit, um eine saubere Basis für den anstehenden Antifouling-Anstrich in den kommenden Wochen zu schaffen. Viele Eigner bereiteten ihre Schiffe im Anschluss direkt für die Abdeckung mit Planen vor. Nach bis zu zwölf Stunden im kalten Dauerregen waren alle Helferinnen und Helfer spürbar erschöpft und durchgefroren – auf ein gemeinsames Ausklingen im Clubheim wurde daher verzichtet, um den Abend im Warmen einzuläuten.

Zeitraffer vom Tag
Bereitgestellt von kielmonitor.de über die Webcam auf der Schmerzklinik Kiel
